Kampagne Remembering means fighting: Nachleben der NS Ideologie

Am 8. Mai 1945 kapitulierte das Deutsche Reich bedingungslos nachdem es durch die Aliierten zerschlagen worden war. Das Datum bezeichnet das Ende der Entrechtung, Vertreibung und Ermordung für jüdische Menschen, Homosexuelle, Roma, Romnija* sowie Sinti und Sintize* und alle vom NS-Staat verfolgten. Das Ende dieses Staates bedeutete jedoch nicht das Ende des Nazismus in personeller, ideologischer und struktureller Hinsicht. Viele NS-Täter wurden für ihre Taten nicht belangt und konnten in der Bundesrepublik ungestört arbeiten und leben. Auch Ideologien wie der Antisemitismus und Antikommunismus werden von weiten Teilen der Bevölkerung anhaltend geteilt. Die Volksgemeinschaft und die Gleichzeitigkeit von Kalkül und Wahn bezeichnen weiterhin die spezifische Vergesellschaftungsform der Deutschen. Um sich damit auseinandersetzen haben wir die Kampagne “Remembering Means Fighting” ins Leben gerufen. Zunächst werden wir am Samstag den 6.5. die KZ-Gedenkstätte Dachau besuchen. Am nächsten Tag haben wir die zwei Referenten Philipp Schweizer und Carl Specht zu den Kontinuitäten und Differenzen von Nationalsozialismus und Bundesrepublik eingeladen und unterstützen am Montag die antifaschistische Demonstration zum 8. Mai.

Außerdem wird zu dem Thema eine ausführliche Auseinandersetzung unsererseits als Broschüre erscheinen