Einführung in die kritische Theorie – Vortrag und Diskussion

Kritische Theorie versteht sich seit ihren Anfängen wesentlich als emanzipative Theorie, die auf die Abschaffung aller Formen menschlicher Unterdrückung und des damit einhergehenden Leidens zielt. Der Vortrag soll einen Einblick in die auch als „Frankfurter Schule“ bekannt gewordene Denkrichtung bieten, die häufig mit Namen wie Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und Walter Benjamin in Verbindung gebracht wird. Neben einer Darstellung der historischen Genese infolge der Krise des Marxismus, sollen unter Bezugnahme auf theoretische Referenzen, wie die Arbeiten von Marx und Freud, zentrale Fragen herausgearbeitet werden, mit denen sich die genannten Autoren auseinandersetzten. Weshalb konnte beispielsweise die aus der Aufklärung resultierende Selbstbehauptung des Subjekts und die Befreiung des Menschen von übermächtigen Gewalten in die Barbarei des Nationalsozialismus regredieren, anstatt in einem vernünftigen Zustand der Welt zu münden? Anhand Adornos und Horkheimers Kritik des Antisemitismus soll zudem gezeigt werden, welche Relevanz die Kritische Theorie, bezüglich der Analyse aktueller gesellschaftlicher Phänomene, immer noch beanspruchen kann. Der Vortrag wird offen und flexibel gestaltet, sodass die Teilnahme nicht von Vorkenntnissen abhängig ist.

Der Referent Till Seidemann studiert derzeit den Masterstudiengang Philosophie an der LMU München und hat sich in zahlreichen Arbeiten mit verschiedenen Aspekten der Kritischen Theorie auseinandergesetzt.

Offen ist wie immer ab 20 Uhr, der Vortrag beginnt ca. 21 Uhr. Für kühle Getränke und das leibliche Wohl ist gesorgt!

Redebeitrag auf der Demo gegen Pegida am 17.03.18

Schaut man sich die jüngsten Versuche rechter Gruppierungen an, von München aus die nationale Konterrevolution zu starten, so drängt sich einem der Eindruck einer Farce des faschistischen Schmierentheaters auf. Nach Mügida, Bagida, Pegida München veranstaltet nun auch Pegida Dresden eine Demonstration in München. Die grotesken Rangeleien der rechten Demo-Organisationen würden unter tatsächlich theatralen Bedingungen wohl in der Tat zur Erheiterung beitragen. Doch dieser Eindruck einer Farce verdrängt die Einsicht, dass es sich bei diesem so kasperhaft erscheinenden Zusammenhängen um eine ernsthafte Gefahr für alle handelt, welche die faschistische Dystopie einer homogenen Volksgemeinschaft nicht teilen. In unserem Redebeitrag wollen wir daher auf den Zusammenhang zwischen Pegida und den rassistischen bzw. rechten Anschlägen der letzten Jahre hinweisen.

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