Redebeitrag auf der Demo (23.09.17) zu den rassistischen Hintergründen des OEZ Attentats

„München am Freitagabend im Ausnahmezustand. Gegen 18 Uhr hatte sich die Nachricht verbreitet: „Schüsse in einem Münchener Einkaufszentrum” Es gibt Todesopfer und viele Verletzte. Schnell machten Spekulationen die Runde: Ist das ein Terroranschlag? Ein Angriff des sogenannten “Islamischen Staates”? Nach den Anschlägen weltweit, in Paris, Brüssel und Istanbul, nach den Attacken in Nizza und Würzburg hatten Politiker und Experten immer wieder gesagt: “Es ist nur noch eine Frage der Zeit, dann passiert ein terroristischer Anschlag mit Toten auch bei uns in Deutschland.” Die Lage in München blieb bis in die frühen Morgenstunden unklar. Von drei Tätern war zunächst die Rede, schwer bewaffnet und möglicherweise auf der Flucht. Doch am Tag danach ist klar: Diese Meldungen und Spekulationen waren falsch. Es gab nach den Erkenntnissen der Polizei nur einen mutmaßlichen Täter. Er war kein Terrorist, sondern ein Amokläufer, der sich nach seiner Tat selbst erschossen hat.“
Der Artikel, aus dem dieser Ausschnitt stammt ist am 23.06.16 im Deutschlandfunk erschienen. Also genau einem Tag, nachdem David S. im Olympia Einkaufszentrum zunächst 9 Menschen tötete sowie 5 weitere verletzte.

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Rechten Terror benennen!

Bemerkungen zu den rassistischen Hintergründen des OEZ-Attentates

Seit diesem Montag läuft in München der Prozess gegen den Waffenhändler, welcher dem Attentäter von München die Tatwaffe verkaufte. Aus diesem Grund wollen wir auf die rassistischen und nazistischen Hintergünde des Attentäters und seines Waffenverkäufers hinweisen. Während sich die Staatsapparate bemühen, deren Taten als unpolitische Taten von verzweifelten Mobbingopfern zu verharmlosen, gilt es, diese Hintergründe offensiv zu benennen.
Am 22.07.2016 ermordete David S. bei einem Attentat am Münchner Olympiaeinkaufszentrum (OEZ) 9 Menschen und tötete sich anschließend selbst. Dabei hatten fast alle der Opfer einen Migrationshintergrund und stammten hauptsächlich aus der Türkei und Südosteuropa.
Diverse Details verweisen auf das rassistische Weltbild von David S.:
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